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In the hold - Training in der Warteschleife |
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10.10.2006 |
Somit hat dann also auch die IFR Phase begonnen. IFR steht für Instrument Flight Rules und bedeutet ab nun trainieren wir ausschließlich nach Instrumenten zu fliegen. Das schließt auch die berühmten Warteschleifen mit ein. Dummerweise kann man ja mit dem Flugi nicht anhalten also gibt es immer mal wieder Situationen in denen die Flugsicherung Holdings an weist und dann muss man eben für eine gewisse Zeit in die Schleife. Man mag es kaum glauben aber, dass was eigentlich keiner will, nämlich Zeit in Warteschleifen vergeuden, ist fliegerisch einer der arbeitsintensiveren Vorgänge , wenn man es "per Hand" ohne Autopilot und sonstige Klimbim macht. Ist man erst einmal drin ist alles gut und entspannt. Aber elegent und richtig rein zu kommen - das sog. "Entry" - ist nicht immer ganz so einfach - vorallem wenn es windig ist.
Beim Instrumentenflug bewegt man das Flugzeug ausschließlich mit den Instrumenten ohne nach draußen zu schauen. Um diese fehlende Sicht zu simulieren tragen wir ab jetzt auf unseren Flügen die "hood". Ich nenne Sie auch gern Eselskappe. Hier auch wunderschön bebildert zu sehen. Durch dieses Wunderwerk der Kunststoffverarbeitung haben wir ein eingeschränktes Sichtfeld und sehen eben nur noch die Instrumente und nicht mehr die Landschaft etc ... idiotisches Erscheinungsbild inklusive.
Navigiert wird nur noch mit Funkinstrumenten durch Hilfe von Funkfeuern. Dazu gibt es dann extra Instrumentenflugkarten. Sowie eigene Karten für Abflüge, Anflüge und Landungen. ( Die Leser vom Fach unter Euch mögen mich jetzt der Erklrärungen und Wortwahl bitte nicht steinigen ;-) ) Ab jetzt sind es noch ca 40 Flüge bis zum finalen Check. Und wir tasten uns immer mehr an die "Approaches" also die Anflüge auf einen Flughafen -rein nach Instrumenten- heran. Das ist dann sozusagen die "Königsklasse" da es mit der höchsten Arbeitsbelastung die man im Cockpit haben kann einhergeht. Approaches sind vorallem deswegen kritisch weil man in Bodennähe kommt. Und fliegen in Bodennähe ohne Sicht ist immer doof, da da auch schnell mal eine Bodenerhebung = Berg einem mächtig den Tag vermiesen kann. Und da man das ja theoretisch und später auch praktisch mitten in Wolken und Wetter macht, muss man ganz genau wissen, wo man ist, wie hoch und wie weit es noch bis zum nächsten Punkt ist. Somit muss man sehr genau und konzentriert arbeiten, kaum Abweichungen erlauben und das alles noch ganz genau nach "Procedure" also nach vorgegebenen Arbeitsabläufen erledigen. Um dann ( bis theoretisch sogar in nur 150 Meter über dem Boden ) nach draußen zu schauen und zu entscheiden : Kann ich die Landebahn sehen oder nicht ? ... Im Zweifelsfall wird durchgestartet.
Etwas" Luft " ( welch ein Wortspiel! ) haben wir aber noch bevor also auf in die "1. Liga" geht. Erstmal werden noch weitere Warteschleifen als auch das Flugzeug nur mit Instrumenten stabil auf dem geplanten Flugweg zu halten geübt. Das ist mitunter gar nicht so leicht... kaum will man in die Karte schauen, oder für den Funk eine neue Frequenz eindrehen und schwups ist man in einer ungewollten Kurve oder 100 Fuß über der gewünschten Höhe. Dafür haben wir aber noch 2 Wochen bevor es in den vorvorletzten Check geht. Dazwischen werden wir dann wohl auch noch in ein Paar Wochen endlich unsere 3 Nachtflüge absolvieren. Das erste mal also im "Dustern"
es bleibt wie immer spannend! |